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SAMSTAGSMUSIKEN | Ensemble Tammurriata | Danzas mestizas
25. Juli @ 19:00 – 20:00
Danzas mestizas
In seinem Programm „Danzas Mestizas“ versucht das Ensemble Tammurriata, die musikalische Brücke darzustellen, die über Jahrhunderte hinweg zwischen Spanien und der Neuen Welt (heute bekannt als Hispanoamerika) im ständigen kulturellen Austausch während der Kolonialzeit entstanden ist. Im Programm sind klare Beispiele für den Synkretismus, der auf dem amerikanischen Kontinent stattgefunden hat, wie zum Beispiel die schrittweise Umwandlung des spanischen Fandangos zum kolumbianisch-venezolanischen Pajarillo, die Entstehung des Polos auf der Grundlage der harmonischen Form der Romanesca, die verschiedenen Entwicklungen der Tonada je nach den unterschiedlichen Regionen, in denen sie sich entwickelt hat, und viele andere.
Das Programm „Danzas Mestizas“ besteht aus Stücken spanischer Komponisten (einige arbeiteten sogar in Hispanoamerika), anonymen Stücken aus verschiedenen hispanoamerikanischen Kodizes und traditionellen Formen, die heute sehr präsent in der Volksmusikszene des Kontinents sind. Neben der Musik umfasst das Programm die Lesung von Texten verschiedener relevanter Persönlichkeiten der Kultur des Kontinents, wie Sor Juana Inés de la Cruz, Jaime Martínez Compañón und vielen weiteren.
Tickets hier erhältlich (Normalpreis 18€ | Ermäßigt 10€), Abendkassa vor Ort nur mit Barzahlung.
Das Ensemble Tammurriata widmet sich der alten Musik spanischer Vizekönigreiche und ihrer allmählichen Umwandlung in lateinamerikanischer Volksmusik. Im Fokus steht ein musikalischer Diskurs, der mit spanischer Renaissance und frühbarocken Formen beginnt, weitergeht mit der Musik verschiedene lateinamerikanischer Codices und mit einigen der berühmtesten traditionellen musikalischen Tanzformen des Kontinents endet.
Darunter der Polo, der Son Jarocho, der Huayno, und der Joropo, die alle wichtigen Merkmale der Kultur in Ländern wie Venezuela, Kolumbien, México, Perú, u.a. sind. Gespielt auf historischen Instrumenten aus dem 16. und 17. Jahrhundert, besteht das Repertoire unter anderem aus Autoren wie Luys de Narvaez, Juan de Hidalgo, Gaspar Sanz und dem Codex Martínez Compañón.
Ziel des Ensembles ist es, die Berührungspunkte zwischen den Kulturen und den synkretistischen Prozess während der Kolonialzeit in den heutigen hispanischen Ländern zu beleuchten. So trafen in diesem Kontinent Lateinamerikaner, Afrikaner und Europäer aufeinander, welches zu einer neuen, völlig unabhängigen Identität führte, die auch heute noch sehr stark präsent ist.
Alessandra Riudalbas Wickers | Blockflöte
David Auli Morales | Schlagwerk
Iván García | Historische Gitarren
Daniela Zib | Gesang
Eric Franco Zarate | Violoncello
Beide Konzerte finden im Kulturankerzentrum Schlingermarkt, Brünner Straße 34-38, 1210 Wien (Eingang direkt von der Brünner Straße aus) statt.
